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Am 2. Mai 2004 klingelte bei uns das Telefon und eine mir allzu bekannte Stimme sagte: Micha, Hilfe … wir ertrinken …
Zuerst dachte ich, mein Freund und Kollege Niklas hatte am 01. Mai ein wenig zu viel gefeiert … aber es lag etwas Panik in seiner Stimme, weshalb ich den Gedanken schnell beiseite schob, um mich irritiert und beunruhigt nach seinem Befinden zu erkundigen. In der Tat – er war wirklich am ertrinken, allerdings in Arbeit. Diese hatte jedoch unmittelbar mit Wasser und Tiefsee zu tun. Die Firma Loyproduction in Köln wurde mit der Umsetzung des Bestsellers „Der Schwarm“ von Frank Schätzing zum Hörspiel betraut. Eine große Herausforderung, da das Buch ja bereits alle Erwartungen sprengte und jegliche Preise abräumte.
So kam es, dass wir gemeinsam auf Tauchstation gingen, um in absoluter Rekordzeit das umzusetzen, woran in diesem Augenblick keiner von uns glauben wollte – Wir haben das Ende der Welt für die Ohren verfilmt.
In Köln bei Loyproduction trifft sich die sechsköpfige Crew zur Besprechung, wir sind 300km weit entfernt und dennoch mittendrin. Wieder einmal erleben wir, dass die moderne Studiotechnik die Welt auf ein Dorf zusammenschrumpfen lässt. Obgleich so viele Kilometer zwischen den beiden Produktionsstätten liegen, haben wir die Studios miteinander verbunden und arbeiten in Echtzeit, so als wenn wir im gleichen Gebäude wären. Loy rüstet sich zum Rendezvous mit Samantha Crowe, um der Dame ein musikalisches Thema auf den Leib zu komponieren, Nico wird vom Sounddesignplatz geräuschvoll in 5000 Meter Tiefe starten, Niklas und Frank gehen in die Regie und arbeiten mit Sigur Johanson, nein eigentlich nur mit seiner Stimme, die er von Joachim Kerzel verliehen bekommt und wir machen uns daran aus einem 2000 Minuten langen Manfred Zapatka einen ca. 300 Minuten dauernden Erzähler zu kreieren.
Neben den Nominierungen und guten Platzierungen bei den wichtigsten deutschen Hörspielpreisen (Hörkules, deutscher Hörbuchpreis, HR2 Hörbuchbestenliste) wurde „Der Schwarm“ vom Hörspielportal echthoerbuch.de zum Hörspiel des Jahres 2004 gekürt.